Hier werde ich kurz das Konzept von Aspern umreißen.

Aspern liegt im Osten von Wien auf dem ehemaligen Gelände des Flugfeld Aspern. Die Stadt Wien möchte expandieren (bis 2030 auf 2,3 Millionen Einwohnern) da sie sonst im Städtewettbewerb nicht konkurieren kann (Steuern, Wissenschaft, Arbeitskraft). Zusätzlich hat Wien noch nie ein so großes Viertel von Grund auf neu geplant und möchte ein eindeutiges Städtebauchliches Zeichen setzen. Es ist das größte Projekt der EU und wird von allen Seiten beäugt.
Es gab, wie schon erwähnt, einige Wettbewerbe, auf die ich nicht näher eingehen werde. Der Masterplan von Torvath Architects aus Dänemark umfasst mehrere Bereiche: Wohnen, Arbeiten, Leichtindustrie und kleine Geschäfte sowie Wissenschaft. Die Idee ist die e
iner Work-Life Balance, also genauso Wohnungen in Geschäftsviertel und leicht Industrie in der Nähe von Wohngebieten, damit es keine toten Gegenden in der Nacht und am Tag gibt. Der Fokus liegt stark auf den öffentlichen Bereichen die besonders herausstechen soll.
Weiters ist das Ziel ein Viertel für alle zu schaffen, Jung und Alt, Familien, Singles usw.
Das Umfeld besteht aus klassischen KLeinhaussiedlungen einer Vorstadt, also keine hohe Dichte und Parzellierte Grundstücke. Deswegen haben sich Torvaths Architects entschlossen, nicht auf die Umgebung zu reagieren, da vor allem Anrainer eher weniger einv
erstanden sind ihre Vorstadthäuser neben normale Wohnblocks zu stellen. Es ist schwierig, diese zwei sehr gegensätzlichen Ansätze zu verbinden. Im Osten gibt es sogar sogenannte Terassen, eine Art Hügellandschaft um den Stadtteil zu trennen.
Ein wichtiger Punkt ist, dass der Grüngürtel um Wien genau durch dieses Areal verläuft, auch die Au kommt genau da nach Wien. Also soll diese grüne Lunge implementiert werden.
Nun zum Konzept:
Das ganze Stadtviertel ist sternförmig unterteilt in verschiedene Viertel (reines Wohnen, Mischnutzungen, klein Industrie, Geschäfte, Büros). Sie unterscheiden sich in Gebäudehöhe, Straßenbreiten, Erdgeschoßzonen und dergleichen.
In der Mitte des neuen Stadtteils gibt es einen See. Darum liegt eine Art Ring II, der ca so groß ist wie der Ring in der Innenstadt. Diese ist in Abschnitte unterteilt, die sich durch die sternförmige Aufteilung des Viertels ergeben.
Weiters gibt es die 3 Saiten von Aspern (Saiten als Anspielung auf einen perfekten Dreiklang), die rote Saite, die grüne und die Blaue Saite. Die rote Saite ist die Kultur und Geschäftssaite. Diese Straße zieht sich von Süden nach Norden, der Fokus liegt hier auf Kultur und im Norden auf einem Boulevard mit Geschäften.
Die grüne Saite zieht sich von Osten nach Westen im Norden und soll die Au hinein in die Stadt bringen. Sie ist verkehrsberuhigt und beinhaltet viele Parks und Grünflächen.
Die blaue Saite geht auch von Osten nach Westen und soll den Anschluss an den See bringen, also Wasser in die Stadt holen. Es gibt viele kleine Biotope und Wasserflächen.
Das Konzept möchte den Verkehr generell stark reduzieren. Durch die Nähe zur U-bahn, den vielen Parks und kleinen Geschäften die fußläufig erreichbar sein sollen ist der Plan die Autos zurück zu drängen. Dadurch sollen die öffentlichen Plätze durch Belebung aufgewertet werden. Menschen ziehen Menschen an.
Der Stadtteil soll in verschiedenen Etappen gebaut werden. Es wird vor allem ein Fokus darauf gelegt das von Anfang an große Parks und Freiräume vorhanden sind. Hier der Plan der Etappe I: 
Hier ist unser Ansatzpunkt: Die privaten Autos (die sehr viel Platz verbrauchen) langsam durch ein Car-Sharing system aus E-Cars zu ersetzen.
Es stellt sich die Frage: Wo sollten die E-Cars positioniert sein? Wie sollen sie genutzt werden? Wie kann man diese Stationen zu Urban Hotspots machen? Wie weit müssen die Stationen voneinander entfernt sein und trotzdem akzeptiert zu werden?
Nächster Blog Eintrag wird über die E-Cars an sich sein und das Problem der jetzigen Situation der Autos.